Ambulanz und Beratungsstelle für autistische Menschen

nach § 54 Abs. 1 SGB XII in Verbindung mit § 55 ff SGB IX; nach § 35a Abs. 2.1 SGB VIII
 
 

In unseren Ambulanzen und Beratungsstellen für autistische Menschen arbeiten wir mit Personen die von einer der beiden Formengruppen, die dem Autismus zuzuordnen sind, betroffen sind.

Beim „Frühkindlichen Autismus“ besteht eine Beeinträchtigung in der Regel von Geburt an.

Der zweite Formenkreis, das „Aspergersyndrom“, tritt erst nach dem 36. Lebensmonat in Erscheinung.

Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die konstruktive Zusammenarbeit des „pädagogischen Dreiecks“:

  • Elternhaus
  • Institution
  • Ambulanz

So ist der größtmögliche Nutzen von Hilfeleistungen für betroffene Kinder und Jugendliche gegeben. Der jeweilige Bedarf an Beratung und Anleitung zum adäquaten Umgang mit dem beeinträchtigten Menschen ist in den einzelnen Lebensphasen unterschiedlich hoch. Ein hoher Bedarf besteht zum Beispiel zum Zeitpunkt des Eintritts in das Kindergartenalter, bei der Beschulungsfrage, bei Schulwechsel und mit dem Beginn der Pubertät.

Unser Angebot für Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen „ohne Diagnose“

Wir geben Ihnen eine erste Orientierung auf Ihrem Weg, Hilfe zu organisieren und Antworten zu finden. Können im Gespräch die vorgebrachten Beobachtungen, die den Verdacht einer autistischen Beeinträchtigung implizieren, bestätigt werden, empfehlen Ihnen:

  • sich eine ärztliche Diagnose einzuholen,
  • sich einen Antrag auf Kostenübernahme für eine begleitende Maßnahme zu stellen,
  • und dann wieder mit uns in Kontakt zu treten.

Unser Angebot für autistische Menschen, für Kinder und Jugendliche mit „gestellter Diagnose“

ist eine individuell ausgerichtete, den beeinträchtigungsspezifischen Bedürfnissen angepasste Unterstützung in Form von Einzelarbeit und/oder Gruppenarbeit. Die Einzelarbeit kann stattfinden:

  • in den Räumen der Ambulanzen,
  • in der vom Kind besuchten Institution,
  • oder in seltenen Fällen in Ihrer häuslichen Umgebung.

Bei Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose „frühkindlicher Autismus“

ist schwerpunktmäßig die Einzelarbeit erforderlich, da häufig der Aufbau fundamentaler Handlungs- und Kommunikationskompetenzen im Vordergrund stehen.

Bei Kindern und Jugendlichen mit der Diagnose „Aspergersyndrom“

Die Arbeit in Gruppen stellt hier das geeignete Angebot dar, da die Bedürfnisse vorrangig im sozialen und interaktiven Rahmen liegen.

Unsere Arbeitsinhalte sind im Wesentlichen folgenden Kategorien zuzuordnen:

  • Körperarbeit – basale Stimulation und sensorische Integration
  • Kontaktanbahnung, Kontaktaufnahme und Kontaktaufbau
  • Aufbau und Erweiterung von Handlungskompetenzen (motivieren, strukturieren, differenzieren)
  • Anbahnung und Aufbau von Kommunikation („gestützte Kommunikation“, Bildmaterial und sprachbegleitende Gebärden) Selbstständigkeitstraining
  • Sich in einer Gruppe zu erleben, die Grenzen anderer zu erkennen und eigene Grenzen wahrzunehmen, sich zu artikulieren und einzubringen, Regeln und Absprachen zu beachten und Kompromisse zu schließen.

Standort Hannover:

Ambulanz und Beratungsstelle für autistische Menschen

Vahrenwalder Str. 195A
30165 Hannover

Tel.: 0511 3749986
Fax: 0511 3574176
Email: ambulanz-hannover@htf-online.de
 

Standort Neustadt am Rübenberge:

Ambulanz und Beratungsstelle für autistische Menschen

Beate Hengst
Mobil 0163 8504412
Mail: htf-neustadt@t-online.de

Hans-Böckler-Str. 12
31535 Neustadt a. Rbg.

Tel. 05032 9579319
Fax 05032 9579320